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Wohnungen, Büros und ein Bistro

Entwurf für Bebauung des Studiogeländes vorgestellt

Mehrere Wohnhäuser, Büros, Gastronomie und ein parkähnliches Grundstück - das sieht der jüngste Architektenentwurf für die Bebauung des Filmstudio-Geländes vor. Die Mehrheit der Bendestorfer Wählergemeinschaft (BWG) zeigte sich im Bauausschuss angetan, brachte aber noch Änderungswünsche vor - und die Überlegung einer Infrastrukturabgabe.

FilmstudioGegenüber dem Entwurf des Ortsplaners, der für das geschichtsträchtige, rund 14.000 Quadratmeter große Arreal die Erschließung durch eine Stichstraße und Einfamilienhausbebauung vorgesehen hatte, haben die Überlegungen des Architekten erheblich mehr "Pfiff".

So verzichtet er auf die übliche Stichstraße, sieht stattdessen einen kleinen Parkplatz und eine Tiefgarage vor. Mehrere Häuser mit einer unterschiedlichen Zahl an Wohnungen verteilen sich am Rand des Geländes. Ein größeres Gebäude in der Mitte kann neben Wohnungen auch Büros und ein Bistro beherbergen. Auch für Dienstleister wie das "Vox Klangstudio" bleibt Platz.

Für die BWG lehnte Ausschussvorsitzender Peter Krämer allerdings die vom Architekten teilweise vorgesehene Dreigeschossigkeit ab. "Die Gebäude sollten auf zwei Geschosse beschränkt bleiben. Wir möchten zudem keine Pultdächer. In Bendestorf sind Sattel- oder Walmdächer vorherrschend", so Krämer, der aber zugibt, dass diese traditionellen Dachformen für das Gelände nicht unbedingt die denkbar Besten sind.

Neu in die inzwischen mehrjährige Diskussion brachte die BWG die Überlegung einer Infrastrukturabgabe. Sie kann erhoben werden, wenn ein Grundeigentümer durch die Ausweisung bespielsweise von Bauland einen Planungsgewinn erzielt und zugleich die kontinuierliche Infrastrukturplanung der Gemeinde betroffen ist.

Verbreitet ist die Infrastrukturabgabe vor allem in Süddeutschland, wird inzwischen aber auch in norddeutschen Kommunen erhoben, so in Tostedt. Krämer: "Es muss geprüft werden, ob die Gemeinde zusätzliche Aufwendungen etwa für den Kindergarten oder die Schule hat, wenn ein Projekt dieser Größe realisiert wird." Rund 22 Wohnungen sind für das Filmgelände im Gespräch.

Einstimmig forderte der Bauausschuss Grundeigentümer und Architekten auf, die Änderungswünsche in den Plan einzuarbeiten. Anschließend soll der Ortsplaner daraus den Entwurf für die Bebauungsplanänderung fertigen. Im Rahmen der B-Planänderung haben Anlieger dann Gelegenheit, Anregungen (sprich: Bedenken) vorzubringen.

Veröffentlicht am 15.05.2004 Artikel drucken