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Kreisumlage reißt Loch in Gemeindekasse
Die angekündigte Erhöhung der Kreisumlage um 3,5 Prozent
wird in Bendestorf ein großes Loch in den Haushalt reißen.
Dabei kann schon der Etat für das laufende Jahr nur durch einen
Griff in die Rücklagen ausgeglichen werden. Für 2005 sieht
es ganz duster aus, erfuhren die Finanzpolitiker. Alle Ausgaben
sollen daher noch einmal auf den Prüfstand kommen. Bereits
beschlossen wurde die Empfehlung, die Ermäßigung für
Senioren bei den Freibadkarten zu streichen und die Eintrittspreise
für das Filmmuseum zu erhöhen.
So soll der Eintritt in das Museum im Makens-Huus für Erwachsene
künftig 2,50 statt 1,50 Euro und für Kinder 1 Euro statt
75 Cent kosten, um das jährliche Defizit von 3000 bis 4000
Euro zu reduzieren. Bei den Jahres-, Zehner- und Tageskarten für
das Freibad soll die Ermäßigung für Senioren in
Höhe von 50 Prozent entfallen. Zwar konnten in dieser Saison
die Einnahmen aus Eintrittsgeldern auf 25.289 Euro verdoppelt, ein
Kostendeckungsgrad von 30 Prozent erreicht werden. Dennoch blieb
ein Defizit von 80.000 Euro.
Die so erzielbaren Mehreinnahmen sind jedoch kaum mehr als die
berühmten Peanuts, bedeutet eine Erhöhung der Kreisumlage
um 3,5 Prozent für Bendestorf doch Mehrausgaben von 55.000
Euro. Zugleich werden die Personalausgaben durch die Erweiterung
des Kindergartens weiter steigen, während ein Teil der Einnahmen
auf recht tönernen Füßen steht: Ein einziger Gewerbesteuerzahler
bestreitet einen Großteil des Aufkommens.
Angesichts eines jährlichen Defizits im Verwaltungshaushalt,
das Finanzausschussvorsitzender Jobst-Heinrich Floto (CDU) für
die Zukunft auf 100.000 bis 150.000 Euro schätzt, stellt sich
den Politikern die Frage, ob der Bauhof mit seinen drei Stellen
im bisherigen Umfang erhalten bleiben kann. Auch der Erhalt des
Freibades scheint längst nicht gesichert. Anfang März
will der Ausschuss erneut zusammenkommen, um über den Haushalt
2005 neu zu beraten.
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