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Kiga-Erweiterung in Frage gestellt

Harmstorf lehnt finanzielle Beteiligung ab

Mit Flugblättern und Briefen an die im Rat vertretenen Parteien machen der Verein "Lüütte Lüüd" und Elternvertreter Front gegen den ausgewählten Entwurf für die Kindergartenerweiterung. Für Montag, 16.Februar, 20.30 Uhr, laden Sie zu einer Versammlung in der Thiemann-Scheune ein, um "objektiv und sachlich" über den Stand der Diskussion zu informieren. Der dreht sich auf politischer Ebene derzeit indes nicht um konkrete Entwürfe. Vielmehr wird die Erweiterung grundsätzlich in Frage gestellt.

Wie jetzt bekannt wurde, will sich die Gemeinde Harmstorf nicht an den Investitionskosten von voraussichtlich 345.000 Euro beteiligen. Lediglich die Bereitschaft, einen Teil der jährlichen Abschreibungssumme zu tragen, wurde signalisiert. Gemeindedirektorin Dr. Annette Manger-Scheller, selbst Harmstorferin: "Harmstorf ist bislang auch nur bedingt an den Planungen beteiligt gewesen."

Für Ratsherr Peter Brink (BWG) ergibt sich dadurch eine "völlig neue Situation". Wenn sich Harmstorf nicht an den Investionskosten beteilige, müsse überlegt werden, ob Harmstorfer Kinder noch die Einrichtung in Bendestorf nutzen könnten. "Wenn nicht, ist fraglich, ob wir überhaupt noch einen Anbau benötigen", so Brink.

Das sehen andere Ratsherren wie Peter Krämer (BWG) und Jobst-Heinrich Floto (CDU) ganz genauso. Floto fordert, die Gemeinde Harmstorf entsprechend ihrem Bevölkerungsanteil an den Investitionskosten sowie der jährlichen Abschreibung zu beteiligen. Darüber sollen nun schnellstens Verhandlungen aufgenommen werden. Krämer: "Solange ist die Frage des Entwurfs eher nachrangig."

Vielleicht gibt es für den Waldkindergarten ja doch noch eine Zukunft. Der soll nach erfolgtem Anbau nämlich eingestellt werden. [mehr]

Veröffentlicht am 12.02.2004 Artikel drucken