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Samtgemeinderat stimmt für Schulausbau

Der Samtgemeinderat hat auf seiner jüngsten Sitzung im Gasthaus Kurth einem Ausbau der Bendestorfer Schule zugestimmt. Mit großer Mehrheit votierten die Gemeindevertreter für die Herrichtung eines achten Klassenraumes unter dem Dach des Altbaus. Darüber soll nun das Benehmen mit der Schulbehörde hergestellt werden, um für das etwa 200.000 Euro teure Vorhaben Zuschüsse aus der Kreisschulbaukasse zu erhalten.

In der von zahlreichen Bendestorfern besuchten Sitzung hatten zuvor unter anderem Bürgermeister Bernd Wegener (BWG) und Udo Heitmann (SPD) vehement für den Dachausbau plädiert. "Gebt der Schule endlich Ruhe", forderte Heitmann und erinnerte an das "Patchwork" der vergangenen Jahre. Gemeint sind die fortwährenden An- und Umbauten, die den Schulbetrieb in den zurückliegenden acht Jahren erheblich beeinträchtigt haben.

Zwar werde im kommenden Schuljahr mit voraussichtlich 29 Erstklässlern die Teilungsgrenze knapp verfehlt, dennoch gehe er davon aus, dass die Bendestorfer Schule künftig durchgängig die Zweizügigkeit erreiche, sagte Wegener. Er hob dabei nicht nur auf die bekannten Kinderzahlen ab, sondern verwies auch auf die rege Bautätigkeit und den Generationenwechsel im Ort. Allein auf dem alten Sportplatz und dem Waldfriedengelände entstünden 28 Wohneinheiten. Weitere 26 könnten auf dem Filmgelände, 58 auf freien Grundstücken entstehen.

Diesen Argumenten mochten sich letztlich auch viele skeptische Gemeindevertreter nicht verschließen, die im Samtgemeindeausschuss zunächst für die bloße Trennung eines großen Klassenraumes mittels einer Faltwand plädiert hatten. Der Ortstermin vor der Sitzung habe ihn davon überzeugt, dass der Dachausbau die sinnvollere Lösung sei, sagte etwa Hans-Werner Zuber (CDU). Er folgte zudem dem Argument der Elternvertreter, dass die angestrebte Ganztagsbetreuung eine Erweiterung der Räumlichkeiten unumgänglich mache.

Keinen Erfolg hatte die CDU mit ihrem Ansinnen, den Dachausbau mit einer Verschiebung des Baus der Schulsportanlage zu verknüpfen. Die Union führte dafür unter anderem die angespannte Haushaltssituation an. Der Bau der Sportanlage sei längst beschlossen gewesen, als eine Mehrheit im Samtgemeinderat mehr als eine Million Euro für das Jesteburger Freibad bewilligt habe. Jetzt, wo es um die Schulkinder gehe, könne nicht auf leere Kassen verwiesen werden, hielten Kritiker dem entgegen.

Mehrheitlich beschloss der Samtgemeinderat, das Angebot des SV Bendestorf anzunehmen. Danach soll für knapp 50.000 Euro auf dem Gelände des Sportplatzes eine aus Laufbahnen und Sprunggrube bestehende Schulsportanlage gebaut werden.

Veröffentlicht am 02.07.2005 Artikel drucken