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Giersch im Garten
Giersch
ist für viele ein ausgesprochen lästiges Unkraut und führt
oft zur Verzweiflung. Denn: Gegen den hellgrünen, fiederblättrigen
Geißfuß ist noch kein Kraut gewachsen, da hilft nur
stete Handarbeit. Zwei Wege können zum Ziel führen: Man
kann konsequent in kurzen Abständen jäten. Oder man mäht
zusammenhängende Flächen kurz und deckt sofort danach
mit schwarzer Mulchfolie ein Jahr ab. In diesem Fall wird Giersch
am Lichtmangel zugrunde gehen.
Ein kleiner Trost für Hobbygärtner, die diesem Kraut
noch nicht Herr geworden sind: Giersch kann im jungen Stadium als
Blattgemüse genossen werden. Es ist reich an Vitamin C und
die vielen Begleitstoffe regen Verdauung sowie Appetit an. Wer so
gestärkt ist, kann sich wieder mit der Grabegabel ans unterirdische
Netzwerk machen, um sich von kleinen weißen Würzelchen
auf Dauer zu befreien. Aber Vorsicht: Aus jedem kleinsten Stück
Wurzelchen wächst wieder eine prächtige Giersch-Pflanze.
Noch zwei Vorschläge zur Dezimierung: Das Ausbringen von Kalkstickstoff
auf freier Fläche verringert ein Wachstum des Giersch. Und
wer den "befallenen" Boden umgräbt, dann Buschbohnen
etwas enger sät und nach der Ernte noch einmal weitere Bohnen
anbaut, wird auf Giersch als Blattgemüse zukünftig verzichten
müssen. Aber Bohnen sind ja auch ganz lecker.
John Langley

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