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Duftende
Muntermacher
Für viele Menschen ist der Frühling die schönste Jahreszeit - die
typische Farbpalette und anregende Düften lassen uns so richtig
aktiv werden. Die Klassiker der Frühblüher sind Stiefmütterchen.
Sie erleben derzeit eine Renaissance und stehen auf der Hitliste
der beliebtesten Gartenpflanzen auf Platz 2. Stiefmütterchen zeichnen
sich durch eine große Farbenvielfalt aus, besonders die groß-blütigen
F1-Hybriden. Wer die Variationsbreite der Natur liebt, wird im Sortiment
der blühenden Minis, einer interessanten Kreuzung aus Hornveilchen
und Stiefmütterchen, fündig.
Wer vom Frühling spricht, darf die "Himmelsschlüssel"
nicht vergessen. Sie zählen für viele zu den attraktivsten Frühlingsblühern
und gelten als fröhlicher Glücksbringer. Ob in Weiß, Gelb, Rosa,
Rot, leuchtendem Blau oder sogar mit gefüllten Blüten: die Kissenprimel
ist ein rezeptfreies Heilmittel gegen schlechte Laune. Im Sommer
liebt diese Primel reichlich Schatten und ab September (wenn die
ersten Blätter von den Bäumen fallen) gewöhnen sie sich auch langsam
ans volle Licht.
Primeln schätzen einen feucht-kühlen Standort. Daher ist auf eine
regelmäßige Bewässerung zu achten, trotzdem vertragen sie aber keine
stauende Nässe. Eine dauerhafte Überwinterung ist nur mit Schutzmaterialien
(Fichtenzweige oder dickere Laubschicht) möglich. Dieser natürliche
Frostschutz darf erst abgenommen werden, wenn der Boden völlig aufgetaut
ist.
Die Romantischen unter den Frühlingsblühern - Bellis, Myosotis
& Ra-nunkeln - sprechen ihre eigene Sprache. Das zartblaue oder
jungfräulich weiße Myosotis sagt: "Vergiss mich nicht".
Die Ranunkeln laden zu einen zärtlichen Tete-á-Tete ein. Und die
zarten Bellis, auch Tausendschön-chen genannt, verraten "Ich
bin ganz verliebt in dich". Schöner und blüten-reicher kann
Sympathie nicht ausgedrückt werden.
Wer kann im Frühling den Kräutern mit ihren unbeschreiblich variantenreichen
frischen Grünnuancen und den aromatischen Düften widerstehen? Kräuter
und Duftpflanzen sind nicht nur eine optische Sinnesfreude, sondern
sorgen auch in der Küche für den guten Geschmack. Aus heimischen
Gärtnereien kommt das aromatische Grün auf kurzen Wegen direkt auf
die Fensterbank.
Pflegetipps: Frühlingsblüher sollten nicht zu warm stehen. Der
Vorteil: Blüten entwickeln sich langsamer, das bedeutet lang andauernde
Freude. Ein prima Standort sind helle, kühlere Räume. Bei Zwiebelpflanzen
wird nach dem Abblühen die Blüte entfernt, die Zwiebeln mit dem
Laub können in Kübel, Kästen und Gartenbeeten ausgepflanzt werden.
Im kommenden Frühjahr treiben sie dann in unserer gemäßigten Klimazone
jahreszeitlich bedingt erneut aus. Primeln im Topf sollten beim
Kauf mehr Knospen als Blüten und feste, dunkelgrüne Blätter aufweisen.
Wenn das blühende Gastspiel im Haus beendet ist, ist ein weiterer
Auftritt im Garten möglich.
John Langley

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