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Pilze
oder Rosen?
Eine schön blühende Rose sollte an einem sonnigen und
luftigen Standort stehen. Wenn der Boden kein Wasser staut und regelmäßig
und bedarfsgerecht gedüngt wird, dann lassen sich rosige, duftende
und abwechslungsreiche Zeiten erleben.
Auf einem idealen Gartenstandort wird von Natur aus die Pflanzengesundheit
gefördert, natürlich ist dafür auch die Auswahl gesunder
Sorten wichtig. Rosenzüchter und -kultivateure sind deshalb
an einer langen Gesundheit und großen Widerstandsfähigkeit
interessiert. Doch bei allen fachlichen Bemühungen um das Wohl
der Rose treten häufig insbesondere Pilzerkrankungen auf. Dazu
gehören „Klassiker“ wie Echter Mehltau, Rosenrost
und Sternrußtau. Eine absolut resistente Rose gibt es derzeit
noch nicht (auch nicht im Baumarkt).
Um die Rosenpracht zu schützen und den Pilzbefall zu vermindern,
sollten die am Boden liegenden, mit Pilz befallenen Blätter
regelmäßig aufgesammelt und entfernt werden (nicht auf
den Kompost, weil dort die Pilzsporen überwintern). Die Rosen
möglichst nicht von oben wässern, etwa mit einem Rasensprenger,
da die Pilze sich auf feuchten Blättern leichter ausbreiten.
Vorbeugend ab Ende April zum ersten Austrieb bzw. zur Behandlung
dann alle 10 bis 21 Tage mit entsprechenden Pflanzenschutzpräparaten
(Fachhandel) spritzen. Es empfiehlt sich, regelmäßig
die Spritzmittel zu wechseln, damit sich die Erreger nicht anpassen.
Was ist was? Der Echte Mehltau bildet einen weißen Belag
auf beiden Seiten der Blätter, vor allem an jungem Laub und
Knospen. Evtl. Rückschnitt empfohlen. Beim Falschen Mehltau
treten Blattflecken mit weiß-grauem Belag unter dem Blatt
sowie an den Blüten auf. Dieser Befall kommt eher im Gewächshaus
vor. Den Rosenrost erkennt man an kleinen, gelblichen Sprenkeln
auf den Blättern. In besonders feuchten Jahren tritt der Rosenrost
verstärkt auf.
Der häufig auftretende Sternrußtau bildet auf der Blattoberfläche
braunschwarze, runde Flecken, deren Ränder sternförmig
ausfransen. Das Blatt wird gelb und fällt ab. Der Grauschimmel
tritt bevorzugt nach anhaltendem Regen auf und überzieht Blüten,
Knospen und junge Triebe mit einem grauen Pilzrasen. Abhilfe: abschneiden
und vernichten, bei starkem Befall spritzen.
Was tun? Da sich die Zulassungsbedingungen der Pflanzenschutzmittel
oft ändern und es verschiedene Anbieter gibt, sind hier keine
Mittel genannt. Hier hilft direkt der Fachhandel. Bei der Verwendung
der Pflanzenschutzmittel unbedingt die Gebrauchsanleitung beachten.
John Langley

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