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Grüner
Rasen im Garten
Von den 34 Millionen Haushalten in Deutschland besitzen rund 20
Millionen einen Garten mit Rasen. Etwa die Hälfte der Gartenbesitzer
verwendet keinerlei Rasendünger. Aktuelle Umfragen belegen,
dass 70 Prozent der Endverbraucher Angst haben, beim Düngen
Fehler zu machen.
Wer sich für Rasen entscheidet hat auch viel Arbeit. Wer es
flächendeckend Grün mag, muss mähen, vertikutieren,
Kanten abstecken und eine richtige Ernährung anbieten. Bis
zu zehn Kilogramm Grünmasse produziert unser Rasen pro Quadratmeter
und Jahr. Die dafür benötigten Nährstoffe können
durch Düngung ergänzt werden. Ohne reichliche Nährstoffversorgung
verliert der Rasen seine schöne grüne Farbe.
Grüne Tipps zum richtigen Düngen
Eine kontinuierliche Nachdüngung ist nötig und beginnt
im zeitigen Frühjahr bei frostfreiem Boden mit einem bewährten
Rasendünger. In Abhängigkeit von Witterung und Standort
sollte eine Frühjahrsdüngung ab März bis Mitte April
erfolgen. Diese "ersten" Nährstoffe werden rasch
verbraucht.
Eine zweite Gabe folgt dann im Frühsommer. Das reduziert möglichen
Trockenheits- oder Hitzestress. Ende August ist der Monat für
die dritte Zuwendung. Sie bildet das wichtige Nährstoffdepot
in den Gräsern für den Winter. Mehr und kleinere Einzelgaben
sind kein Problem für die Gräser.
Beim Düngen in jedem Fall darauf achten, dass auf eine bedarfsgerechte
Freisetzung des Stickstoffes die Umwelt geachtet wird. Vor der Dünger-Ausbringung
sollte der Rasen gemäht werden. Um Ätzschäden zu
vermeiden, macht die Ausbringung nur bei bedecktem Himmel und nicht
während Hitzeperioden Sinn.
Nur "überlegt" ausgegebene Nährstoffe werden
restlos von den Pflanzen aufgenommen. Die Rasennarbe bleibt dicht
und gesund. Die Gräser regenerieren sich nach jedem Schnitt
und bleiben konkurrenzstark gegen Moos und Un-/Wildkräuter.
Nachfolgender Regen bzw. Beregnung ist vorteilhaft. So ist der Rasen
über das ganze Jahr optimal versorgt und umweltgerecht ernährt.
Nach Ende September sollte nicht mehr gedüngt werden.
Folgende Hauptnährstoffe benötigt eine gesunde, dichte
Rasendecke:
Stickstoff (N) – Zur Bildung von Trieben und Blättern,
Phosphor (P) – Für die Wurzelbildung, Kalium (K) –
Für gesunde und widerstandsfähige Pflanzen, Magnesium
(Mg) – Zur Bildung des Photosynthesepigments, Eisen (Fe) –
Für eine kräftig grüne Rasenfarbe, Calcium (Ca) –
Für die Zellwand- und auch die Wurzelhaarentwicklung.
Preiswerter ist "düngen" durch Muchen beim Mähen
- Beim Einsatz von Mulchmähern bleibt das kurze, feine Schnittgut
auf dem Rasen. Mit genügend Feuchtigkeit und Wärme wird
dieses durch Bodenorganismen abgebaut (mineralisiert). Nährstoffe
werden dabei freigesetzt und für die Gräser wieder verfügbar
gemacht. Leider ist eine exakte Bestimmung der Nährstoffmengen
bei der Naturdüngung schwierig.
John Langley

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