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Rosige
Zeiten
Die heutige Rose ist robust, benötigt ein
Minimum an Pflege und gedeiht auch ohne
Chemie-Einsatz. Wer rosigen Zeiten
entgegen sehen will, sollte bevorzugt auf
ADR Rosen achten.
Anerkannte Deutsche Rosen haben die härteste Rosenprüfung der Welt
hinter sich. In den unterschiedlichen Böden- und Klimabedingungen
der anerkannten Rosenschulen müssen sich ADR Rosen mindestens drei
Jahre bewähren ohne umzufallen. Nur die Sorten, die ohne den Einsatz
von Pflanzenschutzmitteln diesen Test überstehen, erhalten die begehrte
ADR Anerkennung.
Rosen lieben LICHT und SONNE, das gilt unbegrenzt auch für kletternde
rosige Verwandlungskünstler. Ihr Lebensmotto lautet: "Hervorstechen",
um zu überleben, die Blüten dem Licht entgegenrecken. Auf dem Weg
nach oben mussten sie im Laufe der Jahrhunderte lernen, ihre kräftigen
Stacheln überall dort hinter zu haken, wo sie Halt finden konnten.
Die ganze Kraft der Rose wurde in die stützende, kletternde Funktion
und ins Längenwachstum geleitet, um der Sonne näher zu sein
Keine Kletterrose blüht gern im Schlagschatten. Ideal sind für
sie Südost- oder Südwest-Wände, die dem Westwind und der brennenden
Mittagssonne ausweichen. Im weichen Licht der Abendsonne schimmern
dann die Farben besonders zart und warm. Nur junge Pflanze vertragen
es, auf der schattigen Seite des Lebens zu stehen.
Kletterrosen haben durchweg eine frohwüchsige Natur, sie können
sich anpassen und benötigen wenig Platz. Die Ausmaße an Höhe und
Breite eines Strauches lassen sich durch die mehr oder weniger biegsamen,
langen, schlangenartigen bogigen bis niederliegenden Triebe kreativ
lenken. Sie durchweben nicht nur Rosenbögen, Zäune und Spaliere,
sondern erklimmen gern Pergolen und breiten ihren Blütenmantel wie
ein Dach darüber aus. Sie überwinden mit Leichtigkeit Mauern, Balustraden,
verbergen mit ihren Blüten sonnengewärmte Steine verfallener Baukunst
oder sorgen domröschenhaft für lauschige Lauben.
Falls die anlehnungsbedürftigen Kletterer keinen "Partner" zum
Anschmiegen finden, beginnt die Suche über dem Boden. Meterlange
Blütenkaskaden hängen tief über Böschungen herab. Kaskaden-Rosen
wäre dann der eigentliche Name für die Trauer-Rosen der auf "Stämmchen"
veredelten Kletterrosen.
Was wächst, braucht auch Pflege. Einmalblühende
Kletterosen werden sehr zurückhaltend geschnitten. Alle Triebe,
die älter als fünf Jahre sind, lassen sich an der Basis reduzieren.
Bei den mehrmals blühenden Kletterrosen werden erst im Sommer die
Spitzen verblühter Triebe abgeschnitten. Allgemein gilt hier: Weniger
Schneiden ist mehr, Auslichten genügt. Wer verwelkte Blütenstände
fünf Millimeter oberhalb des zweiten, fünfzähligen Blattes, von
der Basis aus gesehen, abschneidet, sichert eine fast ununterbrochene
sommerliche Rosenblüte.
John Langley

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