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Winterblüher
Blühende, farbige Akzente aus aller Welt verzaubert in den
grauen, kurzen Tagen unsere Umgebung. Wer freut sich nicht über
die vielen Winterblüher, die nicht nur durch ihre Haltbarkeit, sondern
auch durch Farbe auf sich aufmerksam machen.
"Kultpflanzen" dieser Jahreszeit sind und bleiben Alpenveilchen
und Azaleen. Wer sich am Blütenflor seiner Zimmerrhododendren erfreuen
will, sollte den Wurzelballen niemals aus trocken lassen. Wenn die
ersten kleinen Blätter hängen und die zarten Blüten eintrocknen,
könnte unter Umständen noch ein warmes Wasserbad (mit drei Tropfen
Geschirrspülmittel) die asiatische "Glückspflanze" retten.
Entspannend auf die Seele wirkt der grün-rote Farbkontrast des
mexikanischen Weihnachtssterns. Die Begeisterung zu dieser Pflanze
wird leider oft durch fehlerhafte Behandlung reduziert. Besonders
Wasser- und Temperaturstress (unter 15°C) und wenig Licht lassen
die Blätter (ob grün oder anders farbig) blitzschnell welken und
abfallen. Da hilft dann auch kein grüner Daumen mehr - die Pflanze
gibt auf, obwohl der blühende Strauch eigentlich mehrjährig ist.
Stress verursachen auch aufsteigende Hitze einer Wärmequelle, mögliche
Zugluft oder ein kalter "Fuß", und nicht zuletzt hinterlässt eine
"unglückliche" Lebensphase in viel zu enger Folie ihre Spuren.
Alles zusammen oder jedes für sich mögen Sterne nicht, dann verblassen
sie sofort. Dort wo die Temperatur bei 18°C bis 22°C liegt, fühlt
sich der Weihnachtsstern wie zu Hause in Mittelamerika. Besonders
bei sonnigem Stand ist der Wasserbedarf (lauwarmes) besonders groß,
ansonsten die Pflanze eher etwas trockener halten.
Zum richtigen Zeitpunkt - wenn es draußen trist und grau ist -
entfalten sich die riesigen weißen, rosaroten, orangefarbenen, leuchtendroten
oder gelben Blütenkelche der Wunderzwiebel (Amaryllis/Hippeastrum).
Etwa sechs bis acht Wochen dauert es vom Einsetzen der Zwiebel bis
zur Blüte. Für die Amaryllis-Treiberei werden Töpfe benötigt, die
etwa eine Daumenbreite größer sind als die Zwiebel dick ist.
Günstig ist ein sandhaltiges, "mageres" Substrat. Die Zwiebel wird
nun so gepflanzt, dass gut die Hälfte aus der Erde herausschaut.
Nach dem Einpflanzen wird (wie bei der Glückspflanze Azalee) mit
lauwarmem Wasser gegossen. Bereits nach einigen Tagen erscheint
aus der Zwiebelmitte eine dicke Knospe, und in wenigen Wochen ist
der dicke Schaft herausgetrieben, und die Wunderzwiebel entfaltet
über Wochen ihre Blüten.
Wenn es um Kamelien (Camellia) geht, winken viele dankend ab. Die
seien doch wohl nur was für Koryphäen. Dabei sind diese wunderschönen
Winterblüher gar nicht so zimperlich. Um sich über die fast faustgroßen,
duftenden Blüten freuen zu können, hilft hin und wieder eine zarte
Dusche aus dem Zerstäuber, damit die warme, trockene Heizungsluft
die Asiatin nicht dahinrafft.
John Langley

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